Pizza Diavola Rezept: Die scharfe Klassikerin
Die Pizza Diavola – scharf, würzig und ein echter Klassiker. Stell dir vor: Ein knuspriger Boden, geschmolzener Mozzarella, die Süße der San-Marzano-Tomaten und dann dieses Feuer von scharfer Salami und Chili. Läuft dir schon das Wasser im Mund zusammen? Dann lass uns loslegen!
Was macht die Pizza Diavola so besonders?
Für mich ist die Diavola die perfekte Pizza, wenn du auf Schärfe stehst. Der Name kommt nicht von ungefähr: „Diavola“ heißt übersetzt „die Teuflische“ – und genau so fühlt sich der erste Bissen auch an. Die Hauptrolle spielt die scharfe Salami – entweder die klassische Salame piccante oder die kalabrische Spianata. Wenn du es besonders würzig magst, kannst du auch Nduja, diese streichzarte, scharfe Wurstpaste aus Kalabrien, dazu nehmen. Die Grundlage sind San-Marzano-Tomaten, Mozzarella fior di latte und natürlich ein guter Pizzateig.
Bei uns zu Hause ist die Diavola der Favorit, wenn meine Frau und ich Lust auf etwas Kräftiges haben. Sie nimmt die milde Variante mit weniger Chili, ich lade ordentlich nach – auf einem Teig lassen sich beide Welten wunderbar vereinen.
Und hier ein wichtiger Tipp: Bei der Diavola ist weniger mehr. Zu viel Belag macht den Boden matschig und nimmt der Pizza ihre Knusprigkeit. Also halte dich zurück – die Aromen sprechen für sich.
Der richtige Teig als Basis
Eine gute Diavola steht und fällt mit dem Boden. Ich empfehle dir einen klassischen neapolitanischen Teig mit Caputo Pizzeria Mehl* und nur einer winzigen Menge Hefe – wie ich ihn im Detail in meinem Beitrag Pizzateig selber machen: Das Original-Rezept aus Neapel beschreibe. Wer es ganz authentisch mag, schaut sich die lange Führung in meinem Rezept für neapolitanischen Pizzateig mit 72 Stunden Gare an. Der Aufwand lohnt sich: Ein gut gereifter Teig entwickelt deutlich mehr Aroma und wird im Ofen herrlich luftig.
Wichtig dabei: Den Teig formst du immer mit den Händen aus – niemals mit dem Nudelholz. Ein Nudelholz drückt die Luft aus dem Rand, und genau dieser luftige, leicht gepuffte Cornicione macht eine echte neapolitanische Pizza aus. Technisch gesehen backt nämlich kein echtes Neapolitanisch, wer zum Nudelholz greift.
Das perfekte Rezept für Pizza Diavola
Hier kommt mein bewährtes Rezept, das bei uns im Garten-Holzofen genauso gut klappt wie im Gas- oder Elektrobackofen. Wichtig ist, dass du die höchste Temperatur rausholst – mindestens 300°C, besser mehr.
Zutaten für 2 Pizzen:
– 250 g Pizzateig (pro Pizza, also 500 g insgesamt) – selbst gemacht oder fertig
– 200 g San-Marzano-Tomaten aus der Dose, z. B. San-Marzano-Tomaten*
– 250 g Mozzarella fior di latte
– 100 g scharfe Salami (Salame piccante oder Spianata)
– Frische Chili oder Chiliflocken
– Optional: 50 g Nduja
– Salz, Olivenöl, frisches Basilikum
Zubereitung:
1. Teig vorbereiten: Forme den Pizzateig mit den Händen aus – drück ihn von der Mitte nach außen, sodass ein etwas dickerer Rand stehen bleibt. Ziel sind etwa 30 cm Durchmesser. Verwende dabei kein Nudelholz, damit die Luft im Rand bleibt und der Cornicione später schön aufgeht.
2. Tomatensauce: Zerdrücke die San-Marzano-Tomaten mit den Händen oder püriere sie grob. Würze sie mit einer Prise Salz und einem Schuss Olivenöl. Mehr braucht es nicht.
3. Belegen: Verteile eine dünne Schicht Tomatensauce auf dem Teig. Zupfe den Mozzarella in kleine Stücke und verteile ihn gleichmäßig. Wichtig: Die Salami kommt erst später drauf!
4. Backen: Schieb die Pizza in den vorgeheizten Ofen. Im Holz- oder Gasofen dauert es bei 400-450°C etwa 90 Sekunden, im Elektrobackofen bei 300°C ca. 5-7 Minuten. Die scharfe Salami legst du erst nach der Hälfte der Backzeit dazu, damit sie nicht verbrennt.
5. Finish: Nach dem Backen kannst du die Pizza mit frischem Basilikum und, wenn du magst, noch etwas Chiliöl toppen.
Warum die Reihenfolge beim Belegen wichtig ist
Ein häufiger Fehler bei der Diavola: Die Salami wird direkt von Anfang an aufgelegt. Das Problem? Sie verbrennt schnell – vor allem bei hohen Temperaturen. Der Trick ist, sie erst nach ein paar Minuten draufzulegen. So wird sie schön knusprig, ohne zu verbrennen.
Bei der Nduja gehe ich ähnlich vor: Ich setze kleine Tupfer erst kurz vor Ende auf die heiße Pizza. Die Wärme reicht völlig, damit sie zerläuft und ihr volles Aroma entfaltet – ohne bitter zu werden.
Und noch ein Tipp: Übertreib es nicht mit dem Belag. Der Teig braucht Platz, um aufzugehen und knusprig zu werden.
Schärfe richtig dosieren
Schärfe ist Geschmackssache, und die Diavola lässt dir hier viel Spielraum. Die scharfe Salami bringt schon eine solide Grundschärfe mit. Wer mehr will, ergänzt frische Chili oder Chiliflocken – frische Chili schmeckt fruchtiger, Flocken sind gleichmäßiger und einfacher zu dosieren. Mein Rat: Lieber etwas zurückhaltend würzen und am Tisch mit Chiliöl nachschärfen. So kann jeder seine eigene Intensität bestimmen, und du verdirbst dir die Pizza nicht durch eine zu heftige Hand.
Entscheidungshilfe: Ist die Pizza Diavola was für dich?
Magst du es scharf und würzig? Dann wirst du die Diavola lieben. Wenn du dich eher nach einer milden Pizza sehnst, ist vielleicht eine klassische Margherita die bessere Wahl. Die Diavola ist nichts für schwache Geschmacksnerven – aber genau das macht sie so besonders.
FAQ
Welche Temperatur ist ideal für Pizza Diavola?
Mindestens 300°C. Holz- und Gasöfen schaffen oft sogar 400-450°C, was noch besser ist. Im normalen Backofen: Umluftgrill einstellen und das Blech vorheizen.
Welche Tomaten sind die besten?
San-Marzano-Tomaten aus der Dose, z. B. San-Marzano-Tomaten*. Sie sind süß, aromatisch und haben wenig Wasser – ideal für Pizza.
Muss ich Nduja verwenden?
Nein, sie ist optional. Aber sie gibt der Diavola eine extra scharfe und würzige Note. Probier es aus, wenn du Nduja noch nicht kennst.
Kann ich die Pizza einfrieren?
Ja, aber ohne Belag. Forme den Teig mit den Händen aus, backe ihn kurz vor und frier ihn dann ein. Nach dem Auftauen belegst du ihn frisch.
Was passt zu Pizza Diavola?
Ein einfacher Rucola-Salat oder ein Glas gut gekühlter Weißwein. Wenn du Bier magst: ein leichtes, hopfiges Pale Ale.
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